Adventskalender-Gutscheine: 24 Ideen, die wirklich eingelöst werden

Von Leonardo & Hong An, Gründer von Kerzen der Herzen8 Min. LesezeitAktualisiert 01.10.2026

Gutscheine haben einen miesen Ruf. „Für einen schönen Abend“ steht auf dem Zettel, und plötzlich ist März. Schuld ist nicht der Gutschein, sondern der Text. Hier sind 24 Ideen für Adventskalender-Gutscheine, die wirklich eingelöst werden, mit Termin, Satz für den Zettel und oft einer Kleinigkeit dazu. Die meisten sind für deinen Partner, ein Abschnitt gehört der besten Freundin und Mama.

Keine Zeit? Unsere drei Favoriten:

Inhalt

So wird ein Gutschein wirklich eingelöst

Datum statt „irgendwann“. Schreib Tag und Uhrzeit drauf: „Samstag, 12.12., 17 Uhr“. Einen Termin trägt man ein, „irgendwann mal“ trägt niemand ein.

Ablaufdatum. Was keinen festen Termin hat, bekommt eine Frist, etwa Ende Januar. Was bald verfällt, wird eingelöst.

Konkret formulieren. „Ein Abend zu zweit“ ist eine Absicht, „Eislaufen, danach Maronen, ich zahle“ ein Plan. Wer erst selbst organisieren muss, löst nie ein.

Mit Kleinigkeiten mischen. Ein Zettel allein wirkt dünn. Leg etwas zum Anfassen dazu oder wechsle ab: zwei Tage Kleinigkeiten, dann ein Gutschein. Ideen dafür findest du unter Adventskalender füllen für Erwachsene.

Gestaltung. Wenn du die Gutscheine selber machst, reichen Karteikarten, ein dicker Filzstift und Bastelschnur: beschriften, aufrollen, zubinden, Nummer dran.

Zeit zu zweit: Gutscheine für den Partner

Hier landen Abende, die im Alltag sonst untergehen, jeder mit festem Termin.

1. Die Revanche

Es gibt dieses eine Spiel, bei dem er immer gewinnt. Jetzt kommt deine Chance: „Revanche. Freitag, 4.12., 20 Uhr, fünf Runden. Wer verliert, spült bis Silvester.“ Leg einen kleinen Block für die Punkteliste dazu, damit keiner schummelt. Kostet nichts und dauert, bis einer beleidigt ist.

2. Der Discofox für Silvester

Drei Abende, ein Erklärvideo, der Küchentisch an der Wand. Bis Silvester sitzt der Discofox, und auf der Party seid ihr das Paar, das alle filmen. Zettel: „Tanzstunde in unserer Küche. 9.12., 16.12. und 28.12., jeweils 20 Uhr. Auftritt am 31.“ Kostet nichts außer ein paar plattgetretenen Zehen.

3. Das Museum mit Kaufauftrag

Ihr geht ins Museum, aber mit Auftrag: Jeder sucht das Bild aus, das er dem anderen kaufen würde, wenn Geld egal wäre, und muss es begründen. Gibt es eine Postkarte davon, wird sie gekauft. Eintritt meist unter 15 Euro. Der Gutschein: „Samstag, 5.12., 14 Uhr. Wir schenken uns Kunst. Fast.“

4. Die Entschuldigung im Voraus

Im Dezember bekommt er dich kaum zu sehen: Weihnachtsfeiern, Geschenkejagd, zwei Familien. Also liegt die Entschuldigung schon im Türchen: die Kerze „Es tut mir leid! Essen gehen?“ und ein Zettel mit „Freitag, 8.1., 19 Uhr. Du suchst das Restaurant aus, ich zahle.“ Essen für zwei gibt es ab etwa 30 Euro. Ruhiger wird der Dezember dadurch nicht, aber verziehen ist er schon.

Ich nehme dir was ab

Im Advent steht auf jeder Liste zu viel. Diese Gutscheine streichen die Jobs, die erst der Dezember erfindet.

5. Der Eiskratz-Dienst

Ein Eiskratzer für etwa 2 Euro liegt im Türchen, daneben der Zettel: „Einlösbar an einem Frostmorgen bis Ende Februar. Schreib mir am Vorabend, ich stehe eine Viertelstunde früher auf.“ Er steigt in ein eisfreies Auto, du gehst zurück ins Bett. Ehrlicher wird Liebe im Winter nicht.

6. Der Einkauf am 23. Dezember

Am 23. werden Supermärkte zu Kampfzonen. Schenk ihm den Rückzug: „Du schreibst die Liste, ich gehe einkaufen. Mittwoch, 23.12., nach Feierabend.“ Dazu ein leerer Einkaufszettel, den er bis zum 22. ausfüllt. Dich kostet das eine Stunde Schlange und starke Nerven, ihn nichts. Genau das ist das Geschenk.

7. Zwei Stunden Türsteher

Zwei Stunden, in denen du alles abfängst: den Paketboten, den Familienchat, die Frage nach dem Abendessen. Er verschwindet in die Badewanne. Daneben brennt die Kerze „Solange ich brenne, bitte nicht stören.“ und ersetzt jedes Türschild. Auf den Zettel: „Zwei Stunden Ruhe, einlösbar bis 31.1. Ich bin dein Türsteher.“ Bei rund 65 Stunden Brenndauer ist Nachschlag drin.

8. Der Einpack-Service

Er kauft die Geschenke, du packst sie ein. Alle, auch das unförmige für seinen Vater. Dazu eine Rolle Geschenkband für etwa 3 Euro und der Zettel: „Einpacken mit Schleife und Namensschild. Abgabe bis 20.12., Abholung am 22.“ Dich kostet das einen Abend, ihm erspart es Klebeband in den Haaren.

Winter draußen, danach was Warmes

Erst frieren, dann aufwärmen. Dass es früh dunkel wird, gehört zum Plan.

9. Eislaufen mit Festhalte-Garantie

Die Eisbahn in der Stadt, Samstag, 12.12., 17 Uhr, wenn die Lichter an sind. Eintritt und Leihschuhe kosten etwa 10 bis 15 Euro pro Person. Als Beilage: ein Pflaster, für alle Fälle. Auf den Zettel: „Ich halte dich fest. Und wenn wir fallen, dann zusammen.“ Danach gibt es heiße Maronen.

10. Die Kitsch-Tour

Irgendwo in deiner Stadt gibt es die Straße, in der jedes Haus blinkt. Rentiere auf dem Dach, Weihnachtsmänner an der Regenrinne. Der Gutschein: „Kitsch-Tour, Freitag, 18.12., 19 Uhr. Kakao in der Thermoskanne ist dabei.“ Kostet nichts. Jeder fotografiert sein Lieblingshaus, und das schlimmste Foto bleibt bis Januar euer Sperrbildschirm.

11. Wandern mit Kuchen-Ziel

Zwei Stunden durch den Wald oder am Fluss entlang, am Ende wartet ein Ausflugslokal mit Kuchen. Der ist das eigentliche Ziel, die Wanderung nur der Vorwand. Auf der Karte: „Samstag, 19.12., 11 Uhr. Feste Schuhe, viel Hunger.“ Kuchen und Kaffee für zwei kosten etwa 15 Euro. Die Route suchst du raus, er läuft nur mit.

12. Drei Döner, ein Stammladen

Drei Läden in eurem Viertel, ein Abend, jeder Döner wird geteilt. Auf dem Weg dazwischen friert ihr euch den Appetit wieder an, und am Ende habt ihr endlich einen Stammladen. Kostet zu zweit etwa 25 Euro. Zettel: „Freitag, 11.12., 19 Uhr. Komm hungrig, sehr hungrig.“ Geht auch mit Pizza.

Kleine Machtgutscheine

Für einen Abend das Sagen haben, genau da, wo ihr sonst diskutiert. Das sind die Adventskalender-Gutscheine für Männer, die beim Wort Gutschein die Augen verdrehen. Mehr für ihn findest du unter Adventskalender für Männer füllen.

13. Die Sofa-Hoheit

Ein Abend, an dem ihm drei Dinge gehören: Fernbedienung, Thermostat und die gute Decke. Er entscheidet, ob noch eine Folge läuft, auch um halb zwei, und ob die Heizung auf fünf steht. Zettel: „Sofa-Hoheit, einlösbar bis 31.1. Kein Wort zur Uhrzeit, keins zu den Heizkosten.“ Kostet eine Stunde Schlaf und etwas Heizgeld.

14. Der DJ-Posten im Auto

Musik im Auto ist in jeder Beziehung Verhandlungssache. Einmal im Jahr nicht: „Auf der Fahrt zu deinen Eltern an Weihnachten bist du DJ. Ich kommentiere nichts, auch nicht den dritten Schlager in Folge.“ Kostet kein Geld, nur ein paar Stunden Selbstbeherrschung. Im Zug teilt ihr euch eben seine Kopfhörer.

15. Das Veto beim Abendessen

„Was essen wir heute?“ „Mir egal.“ Und dann ist es doch nicht egal. Der Gutschein schafft Klarheit: „Ein Veto, gültig bis Ende Januar. Wenn ich sage, was es gibt, darfst du einmal Nein sagen. Ohne Begründung, auch wenn ich schon eingekauft habe.“ Kostet im schlimmsten Fall einen zweiten Einkauf.

16. Der Muffel-Pass

Manchmal ist einfach alles doof, und die Frage „Was hast du denn?“ macht es nur schlimmer. Dieser Gutschein erlaubt ihm einen Abend schlechte Laune ohne Verhör: „Muffel-Pass, gültig bis Ende Januar. Ich frage nicht nach, ich bringe nur Chips.“ Kostet eine Tüte Chips und viel Zurückhaltung.

Für die beste Freundin oder Mama

Dieselben Regeln, andere Versprechen: zwei Gutscheine für die beste Freundin, zwei für Mama.

17. Die Sprachnachricht in voller Länge

Sie schickt Sprachnachrichten in Podcast-Länge, du hörst sie auf doppeltem Tempo. Der Gutschein dreht das um: „Deine nächste Sprachnachricht höre ich ganz, in normalem Tempo, und antworte mit mindestens drei Minuten statt mit einem Daumen.“ Kostet nur Zeit. Klappt auch bei Mamas, die jede Nachricht mit „Hallo, hier ist Mama“ beginnen.

18. Der Plus-Eins-Gutschein

Das Klassentreffen, die Hochzeit, auf der sie nur die Braut kennt, die Firmenfeier „mit Begleitung“. Wo sie nicht allein hinwill, bist du ihr Plus-Eins. Zettel: „Einmal Begleitung, einlösbar bis Ende 2027. Ich lache auch über die Witze deines Chefs.“ Kostet dich einen Abend und ein Outfit aus deinem Schrank.

19. Das Adventskonzert mit Mama

Viele Kirchen laden im Advent zu Konzerten ein, oft gegen Spende oder für unter 20 Euro. Auf die Karte: „Donnerstag, 10.12., 19 Uhr. Wir zwei, danach Suppe bei mir.“ Sie hakt sich unter, summt bei der Zugabe mit, und du merkst, wie lange ihr das nicht mehr gemacht habt.

20. Der Besuch ohne Anlass

Im Dezember kommen alle, im Januar keiner. Genau dann kommst du: „Dienstag, 12.1., 15 Uhr. Ohne Anlass und ohne Wäschekorb. Ich bringe Kuchen mit und bleibe zum Abendessen.“ Kostet einen Kuchen vom Bäcker und einen freien Nachmittag. Nach dem Trubel ist es bei ihr nämlich plötzlich sehr still.

Die Adventssonntage und der 24.

An den Sonntagen wird der Gutschein noch am selben Tag eingelöst, Verschieben ausgeschlossen. 2026 sind das der 6. Dezember, zugleich Nikolaus, der 13. und der 20.

21. Bouldern am Nikolaustag

Der Nikolaus füllt Stiefel, ihr zieht heute Kletterschuhe an. Eintritt und Leihschuhe kosten in der Boulderhalle etwa 15 bis 20 Euro pro Person, Vorkenntnisse braucht keiner. Die Uhrzeit verrät der Zettel als Rechenaufgabe: „Heute. Treffpunkt Haustür, Uhrzeit: Türchennummer plus acht.“ Macht 14 Uhr. Muskelkater am Montag inklusive.

22. Kindergeburtstag im Spaßbad

Rutschen, bis die Finger schrumpelig sind, Pommes rot-weiß am Beckenrand, Wellenbad mit Gekreische. Der dritte Advent wird zum Kindergeburtstag ohne Kinder. Im Türchen liegt eine Taucherbrille für ein paar Euro, dazu der Satz: „Heute, 11 Uhr. Die Badetasche ist gepackt.“ Eintritt je nach Bad ab etwa 15 Euro pro Person.

23. Die Generalprobe fürs Weihnachtsessen

Vier Tage vor Heiligabend kochst du das Festessen zur Probe. Was anbrennt, fliegt von der Karte. Zutaten je nach Menü: 20 bis 40 Euro. Auf den Tisch kommt die Kerze „Riecht besser, als die Küche gerade aussieht.“, am besten im Duft Cremige Vanille. Die riecht nach Plätzchen, egal, was im Ofen schwarz wird. Zettel: „Heute, 17 Uhr, Generalprobe. Ich koche, du probierst.“

24. Der einzige Gutschein ohne Ablaufdatum

Alle anderen Gutscheine haben ein Datum oder eine Frist. Dieser nicht. Schreib ihn von Hand auf dein schönstes Papier: „Gilt für jeden miesen Tag, ab heute und ohne Ende. Eine Nachricht reicht, und ich bin da.“ Er kostet nichts und hält so lange wie ihr. Abhaken kannst du ihn nie.

So findest du die richtigen Gutscheine für den Adventskalender

Drei Regeln, bevor du den ersten Zettel beschriftest:

  1. Hör aufs Jahr. Jeder Satz, den er mit „Wir müssten mal wieder“ angefangen hat, ist eine fertige Gutschein-Idee.
  2. Versprich nur, was du gern einlöst. Ein Gutschein verpflichtet vor allem dich. Hasst du Eislaufen, verschiebst am Ende du den Termin.
  3. Kein Gutschein als versteckte Kritik. „Einmal zusammen joggen“ klingt nach Vorwurf. Schenk, worauf er Lust hat, nicht, was du an ihm ändern willst.

Der beste Gutschein ist am Ende der, nach dem er im Februar fragt: „Wann machen wir das noch mal?“

Häufige Fragen

Welche Gutscheine passen in einen Adventskalender?

Am besten passen Gutscheine mit festem Termin und wenig Aufwand: ein Abend zu zweit, eine Aufgabe, die du dem anderen abnimmst, ein Winterausflug oder ein kleiner Machtgutschein wie die Fernbedienung für einen Abend. Gib jedem Gutschein ein Datum oder eine Frist und am besten eine Kleinigkeit dazu, etwa einen Eiskratzer zum Eiskratz-Gutschein oder eine Kerze zum Ruhe-Gutschein.

Welche Gutscheine kann man dem Partner schenken?

Gut ankommen Gutscheine, die gemeinsame Zeit oder echte Entlastung versprechen: Eislaufen mit festem Termin, der Einkauf am 23. Dezember oder zwei Stunden Ruhe, in denen du alles abfängst. Für Männer, die mit Gutscheinen wenig anfangen können, eignen sich kleine Machtgutscheine wie ein Veto beim Abendessen oder die Musik auf der Fahrt zu seinen Eltern.

Wie gestaltet man Gutscheine für den Adventskalender selbst?

Du brauchst nur Karteikarten oder Kraftpapier, einen dicken Filzstift und Bastelschnur. Schreib auf jeden Gutschein, was genau passiert, dazu Datum oder Frist und einen persönlichen Satz, dann roll ihn auf, bind ihn zu und häng die Türchennummer dran. Mit einer kleinen Beilage wie einem Pflaster, einer Taucherbrille oder einer Kerze wird aus dem Zettel ein Geschenk zum Anfassen.

Wie viele Gutscheine sollten in einen Adventskalender?

Ein reiner Gutschein-Kalender funktioniert, wenn viele Gutscheine eine kleine Beilage bekommen. Sonst reichen acht bis zwölf Gutscheine, verteilt auf Wochenenden, Adventssonntage und den 24., dazwischen kommen Kleinigkeiten. So bleibt genug Zeit, jeden Gutschein auch wirklich einzulösen.

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