Weihnachtsgeschenke für Oma und Opa: 18 Ideen, die nicht im Schrank verschwinden
„Kind, wir haben doch alles.“ Sagt Oma jedes Jahr, und Opa nickt. Leider stimmt es: Im Wohnzimmerschrank stehen drei Kaffeeservice, zwei Fondue-Sets und der Fotokalender von 2019, noch eingeschweißt. Hier sind 18 Weihnachtsgeschenke für Oma und Opa, die nicht im Schrank verschwinden, sondern auf dem Kaffeetisch, an der Wand oder im Kalender landen. Mit dabei: Ideen aus der Ferne, Kleinigkeiten unter 20 Euro und eine Nachricht, bei der Oma sich setzen muss.
Keine Zeit? Unsere drei Favoriten:
- Einmal übernachten, wie früher weil Oma dich endlich wieder bekochen darf
- Das Geständnis am Weihnachtstisch weil deine Eltern endlich alles erfahren
- Ein Hörbuch, gelesen von den Enkeln wenn zwischen euch ein paar hundert Kilometer liegen
Inhalt
Zeit mit den Enkeln
Mit 80 zählt man keine Pakete mehr, sondern Besuche. Das schönste Weihnachtsgeschenk für Oma und Opa von den Enkeln ist deshalb ein Grund, öfter vorbeizukommen.
1. Einmal übernachten, wie früher
Kakao aus der Tasse mit Goldrand, Quizsendungen bis spät, ein Gästebett, das nach Wäscheschrank roch: Schenk Oma genau das noch einmal. Auf die Karte schreibst du: „Ich komme übernachten. Wie früher. Nur ohne Diskussion ums Zähneputzen.“ Dann lässt du dich bekochen und isst morgens dein Ei aus dem Eierbecher mit dem Huhn drauf. Kostet nichts außer einer Nacht auf einer viel zu weichen Matratze.
2. Ein Sonntag beim Tanztee
Oma erzählt bis heute, wie gut Opa früher tanzen konnte? Dann soll er es beweisen. In vielen Städten gibt es sonntags Tanztee, der Eintritt kostet meist weniger als ein Kinoticket. Opa führt, du stolperst, Oma kommentiert vom Tisch aus. Spielen die Knie nicht mehr mit, esst ihr Kuchen und benotet die anderen Paare. Auf den Gutschein: „Ein Tanz. Du führst.“
3. Die Kerze, die nur brennt, wenn du da bist
Der Deal: Die Kerze „Du bist die Wärme in meinem Leben.“ bleibt bei Oma, brennt aber nur, wenn du zu Besuch bist. Am besten in Cremige Vanille, die beim Sonntagskaffee nach Plätzchen riecht. Bei rund 65 Stunden Brenndauer und zwei Stunden pro Besuch hast du Oma damit über 30 Sonntage versprochen. Und wenn Oma oder Opa vergesslich werden, gehört die Kerze sowieso auf den gemeinsamen Kaffeetisch und nicht in den Abend allein.
Erinnerungen festhalten
Oma und Opa haben Geschichten für drei Leben. Hier wird daraus etwas zum Anfassen, Aufhängen und Lachen.
4. Eure Hände in Gips
Omas Hand hat dich früher über jede Straße gebracht. Jetzt haltet ihr euch noch mal fest, diesmal in Gips. Ein Abformset für zwei Hände kostet um die 30 Euro: Finger verschränken, in die Masse tauchen, ein paar Minuten stillhalten. Dann kommt Gips in die Form und trocknet über Nacht. Ihr Ehering, deine viel zu langen Nägel, jede Falte ist drauf. Auf den Zettel: „Damit wir uns auch im Regal an der Hand halten.“
5. Die Landkarte ihres Lebens
Druck eine große Landkarte aus und markier mit Klebepunkten, was zählt: wo die beiden geboren sind, wo sie sich kennengelernt und Ja gesagt haben. Dazu jeden Ort, an dem heute ein Kind oder Enkel wohnt. Was du nicht weißt, fragst du heimlich bei Mama ab. Druck und Rahmen kosten unter 30 Euro, die Arbeit dauert einen Abend. Oben drüber steht: „Alle Wege führen zu euch.“
6. Das Geständnis am Weihnachtstisch
Bei Oma gab es Pudding vor dem Mittagessen, Limo zum Frühstück und Aufbleiben, bis Opa vor dem Fernseher einschlief. Zu Hause hat das nie jemand erfahren. Bis jetzt. Steh beim Weihnachtsessen auf und leg ein umfassendes Geständnis ab. Zum Schluss überreichst du Oma das Beweisstück: die Kerze „Oma hat es erlaubt.“ Oma lacht Tränen, Mama wird blass. Auf die Karte: „Danke für alles, was Mama nie wissen durfte.“
Praktisch, aber mit Herz
Großeltern lieben Geschenke, die einen täglichen Ärger aus der Welt schaffen. Am besten mit einem Augenzwinkern.
7. Die Fernbedienung, die Opa versteht
Jeder Enkel kennt den Anruf: „Der Fernseher ist kaputt.“ Ist er nicht, Opa hat nur eine Taste erwischt, die er nicht kennt. Schenk ihm eine Senioren-Fernbedienung mit wenigen, großen Tasten, ab etwa 20 Euro. Du stellst sie in einer halben Stunde auf seinen Fernseher ein und beschriftest jede Taste mit seinem Sender. Die alte wandert in die Schublade. Auf den Zettel: „Ab heute ist der Fernseher nie mehr kaputt.“
8. Die Klingel, die keiner überhört
Bei jedem Besuch klingelst du dreimal, bis endlich jemand aufmacht. Eine Funkklingel mit Blinklicht beendet das. Der Knopf klebt neben der Tür, der Empfänger steckt im Wohnzimmer in der Steckdose, klingelt laut und blinkt. Mit zweitem Empfänger für die Küche kostet das Set um die 30 Euro, angebracht ist es in zehn Minuten. Auf die Karte: „Damit ihr hört, wenn ich da bin. Ich komme jetzt nämlich öfter.“
Weihnachtsgeschenke für Großeltern, die alles haben
Großeltern, die alles haben, sind wie eine Mama, die nichts braucht, nur mit 30 Jahren Vorsprung beim Sammeln. Hier helfen Geschenke, die man erlebt oder verbraucht.
9. Ein Foto mit allen Generationen
Das letzte Foto, auf dem wirklich alle drauf sind, hängt seit 2009 im Flur. Dein Cousin trägt darauf noch Zahnspange. Zeit für ein neues. Buch eine Fotografin für eine Stunde, an Ostern oder Omas Geburtstag, wenn sowieso alle da sind. Rechne mit 150 bis 300 Euro, durch alle Enkel geteilt ist das überschaubar. Das beste Bild kommt groß in den Flur, gleich neben das alte. Auf die Karte: „Ein Termin, alle Generationen, keine Ausreden.“
10. Das Wochenende, an dem alle kommen
Was Oma sich wirklich wünscht, sagt sie nie laut: alle auf einmal. Miete für ein Frühlingswochenende ein Ferienhaus, groß genug für Kinder, Enkel und Urenkel. Außerhalb der Schulferien ist das deutlich günstiger, und die Kosten teilen sich alle Erwachsenen. Achte auf ein Schlafzimmer im Erdgeschoss, mit 85 ist die Treppe ein Thema. Unter den Baum kommt ein Foto vom Haus: „Ein Haus, ein Wochenende, die ganze Bande.“
11. Die Kerze für die Oma, die cooler ist als du
Sie schickt Sprachnachrichten von vier Minuten, geht dienstags zur Wassergymnastik und weiß vor dir, wer sich in der Familie getrennt hat. Für so eine Oma gibt es die Kerze „Für die geilste Oma.“ Sie liest den Spruch laut vor, kichert und stellt sie so auf den Wohnzimmertisch, dass jeder Besuch ihn lesen muss. Bonus für Großeltern, die alles haben: Nach rund 65 Stunden räumt sich das Geschenk von selbst auf.
Wenn ihr weit weg wohnt
Zwischen dir und Omas Sofa liegen 600 Kilometer? Diese drei Ideen machen die Strecke kürzer, zumindest gefühlt.
12. Der Bilderrahmen, der nie fertig ist
Ein digitaler Bilderrahmen zeigt Hunderte Fotos im Wechsel. Lad vorher alles drauf, was Oma noch nicht kennt: deine Wohnung, deinen Arbeitsweg, den misslungenen Kuchen. Haben die beiden WLAN, schicken alle Enkel per App neue Bilder, ohne dass Opa einen Knopf drückt. Ohne WLAN tauschst du die Fotos bei jedem Besuch per USB-Stick. Kostet ab etwa 50 Euro. Auf den Zettel: „Ab jetzt verpasst ihr nichts mehr. Auch nicht meine Frisuren.“
13. Ein Hörbuch, gelesen von den Enkeln
Früher haben sie euch vorgelesen, jetzt seid ihr dran. Such ein Buch aus, das Oma und Opa lieben, und verteil die Kapitel an alle Enkel. Jeder nimmt seins mit dem Handy auf, Versprecher und Lachanfälle bleiben drin. Alles kommt auf einen USB-Stick fürs Radio oder auf einen Abspieler mit großen Tasten, ab etwa 30 Euro. So liest abends die ganze Familie vor. Auf die Karte: „Bitte nicht vorspulen, wenn ich dran bin.“
14. Die Fahrkarte zu dir
Seit Jahren fährst du zu ihnen. Dreh es um und lad Oma und Opa für ein Wochenende in deine Stadt ein. Unter den Baum kommen die Zugtickets, früh gebucht meist günstiger, und ein handgeschriebenes Programm: dein Lieblingscafé, dein Büro, der Blick von deinem Balkon. Sie schlafen in deinem Bett, du auf dem Sofa. Auf die Karte: „Abholung am Gleis. Ich trag die Koffer.“
Die große Nachricht unterm Baum
Ist bei dir oder deiner Schwester ein Baby unterwegs? Dann ist Heiligabend der perfekte Moment, die Schwangerschaft zu verkünden: Oma wird Uroma, Opa wird Uropa. Das sollen sie nicht nebenbei beim Kartoffelsalat erfahren.
15. Die Kerze, die Oma zur Uroma macht
Pack die Kerze „Du wirst Uroma.“ als letztes Geschenk des Abends ein und gib sie Oma, wenn alle am Tisch sitzen. Jemand filmt unauffällig mit. Oma liest den Spruch, liest ihn noch mal, dann wird es sehr still. Wissen deine Eltern auch noch nichts, werden sie in derselben Sekunde Großeltern. Drei Reaktionen, ein Video. Ist dir gerade jeder Duft zu viel, nimm die Variante Ohne Duft.
16. Das Kreuzworträtsel mit dem Lösungswort UROPA
Opa löst jeden Morgen sein Kreuzworträtsel, mit Kuli und ohne zu schummeln. Bau ihm eins mit einem kostenlosen Rätsel-Generator im Netz. Alle Fragen drehen sich um die Familie: Wie heißt dein ältester Enkel? Wo habt ihr geheiratet? Die Kästchen fürs Lösungswort markierst du von Hand, zusammen ergeben sie: UROPA. Leg einen Kuli dazu und beobachte, wie er beim vorletzten Buchstaben stockt. Kostet nichts, nur eine Stunde am Laptop.
Kleine Weihnachtsgeschenke für Oma und Opa unter 20 Euro
Bei Oma und Opa zählt nicht der Preis, sondern ob du zugehört hast. Diese zwei Ideen kosten fast nichts.
17. Vogelkino vor dem Küchenfenster
Opa sitzt morgens am Küchenfenster und schaut raus. Gib ihm etwas zu sehen. Ein Futterhäuschen mit Saugnäpfen klebt direkt an der Scheibe und kostet um die 15 Euro. Dazu ein Beutel Körner und eine ausgedruckte Tafel mit den Vögeln, die im Winter vorbeischauen. Ab dann läuft jeden Morgen Programm, mit Meisen, Spatzen und dem Rotkehlchen, das immer zu spät kommt. Auf den Zettel: „Vogelkino. Täglich geöffnet, Eintritt frei.“
18. Das Paare-Spiel mit Babyfotos
Sammle von allen in der Familie ein Babyfoto und ein aktuelles Bild, von Opa bis zum jüngsten Enkel. Alles gleich groß ausdrucken, auf Pappe kleben, fertig. Gespielt wird wie früher beim Paare-Suchen, nur gehört zu jedem Baby der passende Erwachsene. Oma gewinnt sowieso, sie kennt alle Babyfotos auswendig. Kostet unter 10 Euro und einen Abend. Auf die Schachtel: „Wer erkennt Opa ohne Haare?“
So findest du das richtige Geschenk für Oma und Opa
Drei Regeln, mit denen du bei Großeltern zwischen 70 und 90 fast nie danebenliegst:
- Erzähl eure Geschichte mit. Ein Geschenk, das von euch handelt, gibt es in keinem Laden. Deshalb landet es nicht bei den Fondue-Sets.
- Denk an ihre Kräfte. Treppen, lange Fahrten und kleine Schrift werden mit den Jahren zum Thema. Schenk für ihr Leben heute, nicht für das von vor zehn Jahren.
- Bring die Familie zusammen. Ein voller Tisch ist für die meisten Großeltern das schönste Geschenk. Alles, was mehrere Enkel an einen Ort holt, trifft.
Für Mama und Papa gibt es übrigens eigene Weihnachtsgeschenke für Eltern. Und falls Oma beim Auspacken fragt, was das alles gekostet hat: lächeln, nicken, Plätzchen reichen.
Häufige Fragen
Was schenkt man Oma und Opa zu Weihnachten?
Am besten etwas, das ihr zusammen erlebt oder das sie jeden Tag benutzen: einen Übernachtungsbesuch wie früher, einen Nachmittag beim Tanztee oder ein Hörbuch, das die Enkel selbst eingelesen haben. Praktisch und trotzdem herzlich sind eine Fernbedienung mit großen Tasten oder eine Funkklingel mit Blinklicht. Wichtig ist, dass das Geschenk von euch erzählt und nicht nur im Regal steht.
Was schenkt man Großeltern, die schon alles haben?
Etwas, das man erlebt oder verbraucht, statt es ins Regal zu stellen: ein Familienfoto mit allen Generationen, ein Wochenende im Ferienhaus mit Kindern, Enkeln und Urenkeln oder eine Landkarte mit allen Orten ihres Lebens. Wenn es doch etwas zum Auspacken sein soll, passt eine Duftkerze mit Spruch. Unsere brennen rund 65 Stunden und räumen sich danach von selbst auf.
Wie verkündet man den Großeltern eine Schwangerschaft an Weihnachten?
Am schönsten so, dass sie die Nachricht selbst entdecken. Für Oma eine Kerze mit dem Satz „Du wirst Uroma.“, für Opa ein selbst gebautes Kreuzworträtsel mit dem Lösungswort UROPA. Gib das Geschenk als letztes, wenn alle am Tisch sitzen, und lass jemanden unauffällig filmen. Wissen deine Eltern noch nichts, werden sie im selben Moment Großeltern.
Was kann man Oma und Opa schenken, wenn man weit weg wohnt?
Etwas, das dich in ihren Alltag holt: einen digitalen Bilderrahmen, auf den die ganze Familie neue Fotos schicken kann, oder ein Lieblingsbuch, das alle Enkel Kapitel für Kapitel eingelesen haben. Oder du drehst es um und lädst sie mit Zugtickets für ein Wochenende in deine Stadt ein. Dann sehen sie endlich, wie du lebst.